Absolut souveräne Leithündin - ansonsten schnell verunsichert
Luna kam aus einer Rennhunde-Zucht in Finnland als Welpe zu mir. Die ersten Monate verbrachte sie im Haus, weil keine anderen Hunde in ähnlichem Alter im Zwinger lebten. Später siedelte sie in die Aussenanlage des damaligen “Neuen Zwingers” um und durchlief die ganz normale Ausbildung zum Schlittenhund. Wie erwartet und wie in ihren Genen programmiert, ist Laufen einfach “ihr Ding”. Vom klassischen Team-Hund steigerte sie sich zum Folgeleithund und wurde danach sehr schnell zum Guide-Leithund ganz vorne im Team. Und diese Aufgabe erfüllte sie mit Stolz, Freude und einem unglaublichen Arbeitswillen. Egal ob verschneite udn verwehte Trails, sehr kalte oder grenzwertig warme Temperaturen, bekannte oder unbekannte Trails, Luna gab immer alles und war ein absolut souveräner, kommandosicherer Leithund. Aufgrund ihres kurzen Felles durfte sie natürlich bei allen Übernachtungstouren in der Hütte auf meinem Bett oder gar in meinem Schlafsack schlafen.
Im Frühling 25 liess ich sie sterilisieren und seither lebt sie als Haushund bei mir. Im kleinen “Rudel” von Inua und ihr hat sie ganz klar die 2. Position übernommen und auch so akzeptiert. Obwohl sie als Leithund am Schlitten aber so selbstsicher war, zeigt sie als Haushund in vielen Situationen noch grosse Unsicherheit. Unbekannte Geräusche, unbekannte Personen, neue Umgebung, die erste Fährpassage mir ihr… sie muss noch viel lernen, um ihr Rentnerleben so richtig geniessen zu können. Aber wir gehen es langsam, Schritt für Schritt an und ich freue mich über jede Verbesserung. Im Frühsommer waren wir bereits in Schweden unterwegs, später im Sommer noch 2 Wochen in Finnland. Beim Wandern zeigt sie einen recht starken Jagdtrieb, weshalb sie - je nach Region - noch das Zuggeschirr angezogen bekommt und mich dann am Bauchgurt hinterherzieht.
Ihre nahe Zukunft?
Natürlich kommt auch Luna mit auf die grosse Reise ab Mitte Oktober. Ich bin mir bewusst, dass sie viele - aus ihrer Sicht - gruselige Momente erleben wird. Fähren, Städte, fremde Menschen, ständig weiterziehen und aus ihrer Komfort-Ecke rausgerissen werden. Aber ich spekuliere darauf, dass sie an diesen Erfahrungen wachsen wird und als ruhigere, gelassenere Hündin dann wieder zurück nach Finnland kommt. Zumindest mich und Inua wird sie als Konstante auf dieser Reise als Backup haben.



