Newa - 11.05.2022

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Kalabrien - Sizilien - Sardinien

Nationalpark Pollino, Kalabrien

Strand bei Pizzo

Blick auf die Küste und Strasse von Messina

Ätna: erstarrte Lavaströme mit Schnee und mit Sonne am nächsten Tag

San Martino mit Blick bis Palermo

Cala Bianca

Spiaggia die Macari

Gutturu Mannu

Düne bei Porto Pino

Küste bei Sant`Antioco

Cala sa Figu

Im Landesinneren Sardiniens

3 Traumplätze für Freisteher

... zuhause wartet Arbeit...

5 Monate, inzwischen rund 12´000 km, keine Pannen, keine Unfälle, keine Krankheiten. Wir sind bereit für die nächsten Kapitel dieser Reise…

Das letzte Kapitel spielte sich “nur” in Italien ab. Aber das Land ist ja riesig gross und es wäre noch so viel mehr zu entdecken!

In Kalabrien bewanderten wir die Berge, entdeckten Strände und lebten uns ins italienische Dolce far Niente ein. Für die ersten 2 Nächte buchte ich mir eine feste Unterkunft. Einerseits ist es immer mal wieder gut, WLAN zu haben. Andererseits benötige ich immer erst 1, 2 Tage, um für eine neues Land ein Gefühl zu bekommen, zu verstehen, wie es “funktioniert” (das geht immer am Besten im Gespräch mit einem Vermieter) und mir auch einen Überblick über Frei-Camping-Möglichkeiten zu verschaffen. Durch die ein paar Wochen vorher niedergegangenen, heftigen Regenfälle waren viele Regionen noch in Mitleidenschaft gezogen. Erdrutsche waren sichtbar, Überschwemmungen noch erkennbar, Flussbette voll mit Geröll und mitgerissenem Holz/Schutt. Ein dickes Komliment an die Italienischen Behörden und Arbeiter: überall wurde aufgeräumt, auch am Wochenende, Bagger buddelten die Flussbette wieder aus, Strassen wurden repariert, alles Hand in Hand.

Trotz des wechselhaften Wetters hatten wir eine schöne Zeit in der Stiefelspitze Italiens und zogen dann fast etwas wehmütig weiter nach Sizilien. Dass diese Insel eine so traumhafte Bergwelt hat, hätte ich nicht erwartet. Leider auch hier die ersten Tage viel Regen und z.T. auch Schnee, aber das hat uns nicht aufgehalten. Auch hier: Wanderungen, wilde Küstenabschnitte, Standtage, ein bisschen Kultur muss auch sein, und feines Essen! Beim Ätna kam ich leider wegen Schnee nicht so hoch, wie ich gewollt hätte.  Am nächsten Tag zeigte er sich dann von der besten Seite, aber da waren wir schon ein Stück weiter. Freie Stellplätze waren nirgends ein Problem, erste Strandreihe war schon fast unser Standard. Die schönsten 3 Plätze waren ganz in der Südspitze, wenig ausserhalb von Palermo und direkt am Sandstrand im Nordwesten. Was gibt es schöneres, als mit Wellenrauschen einzuschlafen, mit Wellenrauschen aufzuwachen und Inua die ganze Nacht vor dem Auto draussen schlafen lassen zu können. Sie mag das Autofahren, aber Schlafen im Auto ist nicht so ihr Ding…

Durch eine - für mich nicht nachvollziehbare - Entscheidung des Hafenmeisters in Palermo konnten wir Sizilien sogar noch eine Woche länger als geplant geniessen: Da Inua und Luna von ihm als “gefährlich” eingestuft wurden, war eine Einschiffung ohne Maulkorb nicht möglich. Solche hatte ich natürlich nicht besorgt, da ich nicht im Traum auf die Idee gekommen wäre, dass jemand meine 2 Ladies als Gefahr sieht. An einem Sonntag Morgen liessen sich natürlich auch keine Maulkörbe finden, so dass die Passage dann einfach um eine Woche verschoben wurde. Inzwischen habe ich 2 passende Maulkörbe und hoffe, dass ich sie nie benutzen muss. 

Was ich in der Zeit auch gelernt habe, sind die italienischen Verkehrsregeln… Tempolimits, Stoppschilder, Rechts-Vortritt oder auch Überholverbote werden nach dem Motto “kann man, muss man aber nicht” gehandhabt. Und parkiert wird eigentlich überall. Beispiel eine 2-spurige Transitstrecke durch Syrakus, rechts davon Parkplätze entlang der Strasse: wenn diese Plätze voll sind, nutzt man einfach die rechte Spur der Transitstrecke… Wer also zügig vorwärtskommen will, nutzt am Besten immer die linke Spur! Hat ein bisschen gedauert, bis ich meinen finnischen Fahrstil entsprechend angepasst hatte, inzwischen passe ich da aber ganz gut ins italienische Bild!

12 Stunden hat die Fähre von Palermo nach Cagliari gedauert, neuer Rekord für Luna! Und was ich nicht gedacht hätte: sie war sogar bereit, ihr Geschäft an Bord zu verrichten! Natürlich nicht auf das kleine Stück Kunstrasen, was dafür vorgesehen wäre, sondern einfach so an Deck. Und auch nur in einem kurzen Moment ohne Leine, als der innere Druck wohl langsam doch zu gross wurde! Also doch lernfähig… das nächste Ziel wäre nun mal ein Pipi an der Leine… das kann aber noch dauern!

Auf Sardinien sind wir momentan. Nach fast 3 Wochen “Leben im Bus” auch grad wieder für ein paar Nächte in einer fixen Unterkunft. Und da heute ein Regentag ist, passt das auch sehr gut! Auch Sardinien gefällt mir ebenfalls super gut! Der erste Ausflug ging in die Berge, wo die beiden Hunde mal wieder Süsswasser genossen haben. Dann weiter an die Küste im Südwesten, wo traumhafte Dünen und Strände warteten. Wegen starkem Wind gings dann wieder auf die andere Inselseite, wo es nun zwar regnet, aber keine heftigen Böen das Auto durchschütteln. Ein bisschen Kultur in Form von uralten Gräbern und Nuraghes war auch schon auf dem Programm. Wie viele Tage ich noch auf dieser Insel verbringe, ist undefiniert. Auch hier gibt es noch soooo viel zu sehen. Aber zumindest ist das nächste Ziel schon definiert: Korsika. Und da brauche ich für die 50minütige Überfahrt auch keine Fähr-Buchung, bin also völlig frei! Es bleibt spannend…

Im Red House sind nun endlich - nach längerem technischern k.o - Anne und Julian eingezogen. Ihr Auto war vollgepackt bis oben mit eigenem Material, Werkzeugen und Maschinen für die Firma, dann noch bei Ikea vorbei, um bald die ersten Renovierungen angehen zu können... Ich kann mir vorstellen, dass beide ganz glücklich waren, endlich angekommen zu sein! Dem grossen Baumarkt in Kajaani haben sie auch bereits einen Besuch abgestattet und eine Bestellung für den Ausbau der Scheune aufgegeben. Bis alles geliefert wird, beschäftigen sie sich im Haus mit Farbe und Pinseln… Aber natürlich sollen die 2 auch die Umgebung geniessen & entdecken, Pausen machen, die aktuelle “Selbständigkeit” geniessen! Ich hoffe, sie lesen das und nehmen es auch wirklich ernst! Durcharbeiten geht nicht! Wenn ich in 3 Monaten zurück bin, will ich auch noch was tun!

Auf der Homepage habe ich die letzten Wochen ein neues Programm in Kombination mit der Kulturhauptstadt Oulu 2026 publiziert. Camper ohne klar vordefinierte Route können sich vielleicht hier eine Idee holen. Und in den nächsten Tagen wird die Seite “Über uns” live geschaltet, da ja nun quasi 3 Leute zu den RedHouseDogs gehören. Und da bald auch die ersten 2 Hunde von Eräkeskus ins RedHouse umziehen, wird auch das Kapitel “Meine Hunde” sehr bald aktualisiert.