… und zuhause läuft alles rund!
Anne und Julian sind fleissig und super effizient im RedHouse zugange. Die ersten Tage haben sie Toilette und Dusche/Sauna verschönert, diverse Löcher des Vor-Bewohners in allen Wänden verspachtelt und alles neu gestrichen, Küche eingerichtet und den grossen Ofen fleissig eingeheizt. Auch die vielen geplanten Arbeiten in der Scheune sind schon alle fast fertig. Der Innenraum wurde sauber in 3 Abteile geteilt, der Dachboden als weiterer Stauraum ausgebaut, die Wände für ein Abteil isoliert und neue Holzverschalung eingezogen. Sobald es das Tauwetter zugelassen hat, begannen sie mit der Schneise durch den Wald runter zum Wasser. Hier wird später im Sommer ein Bolensteg gebaut, damit alles Material für Kanutouren sauber runter getragen werden kann und auch die Hunde beim Freilauf mit Vollgas zum Wasser stürmen können.
Bria und Speja sind nun auch seit bald 4 Wochen im Red House angekommen und beide haben sich bestens eingelebt. Bei Trail-Erkundungen sind sie mit dabei und geben wohl ihre fachhundische Meinung kund. Während Anne und Julian draussen arbeiten geniessen sie Sonne und Ruhe, beobachten alles und wundern sich wohl, was da alles so passiert. Auch eine Hundehütte teilen sie sich bereits und wurden in der kurzen Zeit beste Freundinnen. Wenn Speja mal nicht auf dem Platz ist, wird Bria schnell unruhig und versucht, durch Bellen die Jüngere wieder heimzuholen. Im Haus klappt es ebenso gut mit den beiden, obwohl Speja da auch schon mal auf dem Tisch tanzt… Der Bluttest bei Speja vom 18.3.26 hat übrigens zu unserer grossen Freude eine massive Verbesserung gegenüber den Werten von Mitte Februar ergeben! Kreatinin ist von 323 auf 226 gesunken, Urea von 49 auf 16. Appetit hat sie wie ein Mähdrescher - bei den vielen Spaziergängen mit Anne & Julian und fast dem ganzen Tag draussen sein, ist das aber auch verständlich. Weiter so, kleine Speja!
Seit den letzten News habe ich Europa-Reisende noch knapp 10 Tage auf Sardinien verbracht. Die Insel ist wirklich fantastisch mit ihrer Vielfältigkeit. Wunderschöne Strände, wilde Küstenabschnitte, wunderschöne Bergwelt und bei fast jeder Wanderung sieht man mindestens 1x auf das blaue Meer. Ziegen, Schafe, Rinder, Wildpferde und auch Esel machen das Fahren im Insel-Inneren auf den schmalen Strassen spannend, weil vorallem die Rinder und Ziegen keinen Respekt vor hupenden Autos haben und einfach ruhig ihre Wanderung fortsetzen, egal was da sonst noch auf der Strasse unterwegs ist.
Danach gings weiter nach Korsika - meiner Meinung nach “die kleine Schwester von Sardinien”. Auch hier verbrachte ich fast 3 Wochen und erkundete vorallem die Gebiete, die ich bei meinem letzten Besuch nicht gesehen hatte. Auch hier wunderschöne Strände, faszinierende Felsformationen, Klippen, aktuell im Frühling natürlich auch genug Wasser in den Gebirgsflüssen und -Bächen und beim Wandern kommt man aus dem Geniessen gar nicht mehr raus. Die Aussichten auf die Küste, die Felsen, die blühende Macchia, die kleinen Dörfer mit Charme, die leckere Küche und die Gastfreundschaft der Korsen ist unvergesslich!
Nach der langen Fähre nach Toulon (12 Stunden Überfahrt) bin ich dann relativ zügig in Richtung Südfrankreich gefahren und habe in 4 Tagen Provence, Camargue und einen Teil der Pyrenäen gesehen. Bis 26 Grad warm/heiss wurde es da, etwas ungewohnt nach all den Wochen mit knapp 10 Grad weniger. Lange Wandertouren liegen da nicht drin, für Inua wäre das ungesund und auch Luna fand die 26 Grad doch schon eher grenzwertig. Ich könnte ja sagen, dass ich “deshalb” nun in Andorra im Schnee bin, aber das wären falsche Lorbeeren. Denn ich hatte schlicht und einfach nicht damit gerechnet, dass hier noch so viel Schnee liegt und sogar die Skipisten noch alle offen sind. Die Strassen sind zwar alle trocken, aber Spazieren, geschweige denn Wandern ist bei dem vielen nassen Schnee ein Ding der Unmöglichkeit. Zudem geht es hier um unsere Unterkunft rum tatsächlich nur steil rauf oder steil runter. Also geniessen wir einen ruhigen Ostermontag und ziehen morgen weiter nach Spanien.
Auch in diesen letzten Wochen hatte ich wieder viele Traumplätze zum Übernachten gefunden. Ob mir das Wellenrauschen nachts dann fehlen wird, wenn ich wieder zuhause bin? Wahrscheinlich schon! Dafür habe ich dort dann wieder anderes und ich freue mich schon langsam drauf, wieder im RedHouse anzukommen. Ein paar Wochen bleiben mir aber noch und die werde ich auskosten bis zum Ende! Julian fragte mich schon, ob ich nach all den Monaten ohne klare Tagesstruktur überhaupt wieder ganz “normal” arbeiten kann. Das wird sich zeigen :-) Für eine erste Eingewöhnungszeit braucht es vielleicht tatsächlich ein paar Tage. Andererseits, was heisst schon “normal”… und soll das Leben im RedHouse überhaupt “normal” sein? …
Schönes Rest-Oster-Wochenende und bis zum nächsten Mal!
