Taro - 11.05.2022

Taro

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Langsam aber stetig gen Süden

Wasserschloss Svinov

Budweis

Krumau an der Moldau

Olsina bei Lipno

Sulzberg

Havranok oberhalb Liptovska

Strpske Pleso

Telgart

Rudabanya

Budapest

Weihnachtsmarkt Budapest

Tihany am Balatonsee

Maribor

Burg Celje

Lake Bled

Tschechien - Slowakei - Ungarn - Slovenien

Inzwischen bin ich schon fast 10 Wochen auf Reisen und bin so froh, dass ich mir diese längere Auszeit genommen habe! Europa hat so viele unglaublich schöne Ecken, dass es schwer ist, Prioritäten zu setzen oder sich eine eigene Top5 zu erstellen. Ich werde so oft gefragt, was denn bisher das Schönste gewesen sei und ich kann die Frage leider nicht beantworten. Fast jede bereiste Ecke hat ihre Highlights. Ob Seen, Hügel, Wasserfälle, klare Bergflüsse, schneebedckte Gipfel, traumhafte Fernblicke, Burgen, Ruinen oder schöne Stellplätze für die Nacht… alles ist so unterschiedlich, dass es eigentlich gar nicht miteinander verglichen werden kann.

Nun aber mal der Reihe nach! 
Die letzten News endeten in Prag. Eine wirklich schöne Stadt, sehr preisgünstig, übersichtlich und auch für Hunde erträglich, weil es immer wieder Grünflächen und Parks gibt, wo meine 2 Damen sich auch frei bewegen konnten. Wir waren viel unterwegs, haben fein gegessen und auch ich - bekannterweise kein Freund von Grossstädten - hab mich dort sehr wohl gefühlt. Als die Freunde dann wieder in Richtung Zuhause losgefahren sind, haben wir verbleibenden 3 erstmal die Natur und Ruhe wieder genossen und sind langsam in Richtung Osten weitergezogen. Ein paar Burgen und Ruinen haben wir besucht, Karlstejn, Svihov, Helfenburg, und auch erste Bekanntschaft mit der Polizei gemacht. Weil ich entlang einer Strasse seitlich parkiert hatte und auf eine Hunderunde gestartet bin, musste ich dann auf dem Posten Karlstejn antraben. Seitlich parkieren ist offenbar in Tschechien nicht erlaubt… gilt aber bestmmt nur für Touristen, denn die Tschechen selber machen dies auch überall… Nun ja, ich hatte eine nette Konversation mit der Polizei, hab mich entschuldigt und bin dann weiter. 

Als Freund von eher kleinen, übersichtlichen Städten hab ich dann Budweis und Krumau/Moldau noch besucht, 2 wirklich schöne Kleinstädte, die ich aber ohne Hunde entdeckt habe. Die 2 haben sich im Auto mal ausgeruht, aber natürlich vor und nach meinem Stadtrundgang eine Runde durch den Park bekommen.

Nach 6 Tagen im Auto leben, gönnte ich uns dann wieder eine feste Unterkunft in Form eines kleinen Appartments oberhalb vom Lipno-Stausee, grosser Garten, eingezäunt, traumhaft. Das Wetter war grossartig und Wanderungen in der nahen Umgebung gab es unzählige. Auch eine Rundfahrt um den ganzen Stausee wurde unternommen, wodurch wir nun auch die Österreichische Flagge offiziell gesammelt haben :-).

Nach 4 Tagen an der Sonne war dann Zeit, weiter zu fahren. Leider begann dann direkt auch eine neblige, kalte, unfreundliche Phase, welche auch kurz mal auf meine Motivation drückte. Einen kurzen Moment lang dachte ich drüber nach, nachhause in mein kleines RedHouse zu fahren und die Tour zu beenden. Aber natürlich (und zum Glück) war das nur ein kurzer Gedanke…

Nach ein paar weiteren Burgen und Ruinen erreichten wir dann die Slowakei. Schnee war reichlich angesagt, so war ein Nächtigen im Auto nicht mehr sinnvoll. Ja, fast die ganzen Tage in der Slowakei waren winterlich, richtiges Schneeschaufeln und Auto ausbuddeln war nötig. Dabei wollte ich doch diesen Winter gar keinen Schnee erleben… schön war es trotzdem!  Und was hat die Slowakei für traumhafte Ecken und Berge! 4 Stationen hatte ich in diesem Land mit jeweils mehreren Nächten und ich habe von tiefverschneiten Bergseen, schneebedeckten Pass-Strassen, kleinen Dörfern im Tal oder an den Berghängen, Wasserfällen, herrlichen Seen, Burgen, Ruinen, Kapellen und vielem mehr eine riesige Sammlung an Erinnerungen mitgenommen! Die östlichste Ecke des Landes hab ich zwar nicht bereist, aber die östlichste Ecke meiner geplanten Route erreicht.

Dann kam Ungarn und um es gleich ehrlich zu sagen: die östliche Hälfte des Landes hat mich nicht begeistert. Ein schöner See in einem gefluteten Bergwerk gleich zu Beginn versprach einen guten Start, aber danach war alles einfach zu trist, braun, runtergekommen, Strassen in einem desolaten Zustand und alles wirkte erdrückend depressiv. Auch in der Slowakei kam ich durch ärmere Gebiete, aber da waren trotzdem Stolz, Lebensfreude und Farben vorhanden. Ganz anders die ersten Tage in Ungarn. In Budapest traf ich mich dann mit meiner Mutter, die extra angeflogen kam, um 3 Tage die Hauptstadt gemeinsam zu entdecken. Ab da hatte ich mit Ungarn wieder Frieden geschlossen. Auch wenn mir Prag besser gefallen hat, den Hunden bestimmt auch, hat Budapest sich für die Tage absolut gelohnt und ein bisschen Weihnachtsmarkt-Luft schnuppern war auch sehr schön!

Danach ein weiteres Highlight in Ungarn: Der Balaton-See. Der Geheimtipp Tihany wurde mir von Freunden gegeben und die Halbinsel ist tatsächlich einer der schönsten Orte in der Ecke. Wir haben sie bewandert, bis wir alle 3 müde waren. Für Luna gab´s dann wieder mal eine Fährpassage, über den See. Sie soll ja in Übung bleiben…  Langsam aber stetig sind wir dann wieder weiter westlich gezogen, noch ein paar Aussichtspunkte, noch ein paar Ruinen, noch ein paar schöne Stellplätze mitten in der Natur.

Und dann kam sLOVEnia, ein Land das mich bisher nur begeistert hat. Maribor - eine unglaublich hübsche Stadt mit frühlingshafter Athmosphäre entlang der Flussufer. Gepflegte Dörfer, grüne Landwirtschaftsflächen (unglaublich, wie grün es hier im Dezember ist). Wieder ganz viele Burgen, Wasserfälle und Flusswanderungen. Aussichten bis auf die Schneeberge, traumhaft! Und einmal mehr spielt auch das Wetter hier perfekt mit. Sonne, blauer Himmel, paar weisse Wolken, Temperaturen bis 15 Grad tagsüber. Aktuell sind wir ein paar Tage in der nähe von Bled und haben da Besuch von meiner Cousine mit Mann und 2 Hunden. Ist ja von München aus nicht so weit… gestern und heute war Wandern angesagt und wir 3 kamen gut an unser Limit… Nadja ist einfach zu fit… aber wie sagt man so schön: eine körperliche Müdigkeit ist eine schöne Müdigkeit! Morgen reist die Familie wieder ab, dann rutschen wir wieder etwas auf unseren Fitness-Level runter. Aber andererseits war es auch gut, mal aus der Komfortzone rauszukommen und etwas gepusht zu werden. 

Würde ich eine Zusamenfassung der letzten 6 Wochen wagen, wären viele Burgen und Ruinen mit dabei. Das mag einigen, die mir auf Polarsteps folgen, vielleicht nach etwas zu viel erscheinen, aber davon war ich schon als Kind fasziniert und hier gibt es so viele davon, dass ich noch immer nur einen Bruchteil von allen besuche. Aussichtspunkte und Hügelkämme wären ebenfalls mit dabei. Ich geniesse diese Fernblicke, egal ob mit oder ohne Schneeberge und verbinde sie auch meist mit einer kurzen Wanderung. Wasserfälle und Bergbäche wären ebenfalls dabei. Ich hatte mich schon fast nicht mehr dran erinnert, wie beruhigend und friedlich so ein plätschernder Wasserfall oder Bergbach ist. Highlights wie Küsten, Klippen und Leuchttürme kommen dann in den nächsten Ländern…

Das Schlafen im Auto in den kalten Nächten macht mir nichts aus. Nur das Aufstehen morgens ist dann oft etwas knackig. Das “problem” der beschlagenen Scheiben nach so einer Nacht im Auto konnte ich noch nicht zufriedenstellend lösen. Aber je weiter wir gen Süden kommen, desto weniger sollte dies dann ein Problem bleiben. Grob geschätzt könnte ich in 4 - 6 Tagen an der Küste sein. Und so plane ich auch schon ganz grob, wo ich dann Weihnachten und den Jahreswechsel verbringen könnte. Zumindest ohne Schnee, ohne 5-Gang-Menü, ohne “Wichteln”, ohne das ganze Trara der letzten 22 Jahre :-) Dafür Sonne, Me-Time und Meeresrauschen!

Falls jemand jeweils aktueller verfolgen möchte, wo ich grad bin und was wir erleben: Auf Polarsteps erfasse ich fast alle Ausflüge und Ziele. Wer mir da folgen möchte, der kann sich einfach als Follower registrieren oder mir eine Mail schicken, dann leite ich den direkten Link dazu weiter. 

Habt einen schönen 3. Advent!