Newa - 11.05.2022

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Spanien - Frankreich

Serra del Montsec

Bardenas Reales

Gänsegeier in Spanien

Playa Pobena

Saint-Mathieu

Plage de Plouarzel

Schneise vorbereiten

Scheune ausbessern

Gedämmte Türe in der Scheune

Erkundung Hiidenportti

Gerade eben waren es noch 5 Wochen bis zum Ende meiner Reise. Aber morgen sind es aber bereits nur noch 4 Wochen… Die Zeit rennt… ich riskiere, mich zu wiederholen! Tendenziell geht die Reise aber nun schon seit letztem Monat wieder stetig nordwärts, auch wenn ich mir für viele Regionen auch viel Zeit lasse, solange ich sie noch habe. Ich nähere mich den 18´000 km und werde wohl in der nächsten Woche auch mal eine längere Strecke an einem Tag fahren müssen. Bisher halten sich die  Stunden im Auto beim Fahren schön im akzeptablen Bereich. Mehr als 3h pro Tag sind es selten und bei den kleinen Strassen, die ich oft wähle, ergibt das selten mehr als 200 km am Tag. Aber das werden jetzt meine letzen News aus dem Ausland - so schnell vergeht ein Sabbatical!

Andorra war nicht so der "Burner"", aber es war ein Versuch wert. Danach folgte ein relativ kleiner Teil Nord-Spaniens. Nicht der überlaufene Süden mit Touristen-Hochburgen en masse, sondern eher das unbekannte, gebirgige Spanien, bis hoch zur Atlantikküste, Bilbao und San Sebastian. Die Bergwelt Spaniens hat mich tatsächlich umgehauen! Diese Weite, diese Schroffheit, diese grossen Seen, überall riesige Pferde- und Rinderherden auf Weiden bis zum Horizont, diese Unberührtheit und damit zusammenhängend die Ursprünglichkeit der kleinen Dörfer > ich kann es jedem nur ans Herz legen! Sogar brütende Gänsegeier konnte ich beobachten! Neben den wilden Gebirgszügen und unzählbaren Serpentinen war dann die Halbwüste der Banderas Reales ein weiteres Highlight in Spanien. Hier erhielt der Begriff “Kargheit” eine ganz neue Dimension. Den Park hab ich von Nord bis Süd und von West bis Ost komplett durchfahren, um auch sicher nichts zu verpassen. Glücklicherweise war es an dem Tag grad nicht zu warm, so dass auch kleine Wüsten-Spaziergänge mit den Hunden vertretbar waren.

Danach ging es ins Küstengebiet. Meine Mutter flog nach Bilbao und wir verbrachten 8 Tage gemeinsam, bis sie ab Bordeaux wieder zurückflog. Die Kombination aus hundegerechtem und altersgerechtem Programm war nicht immer einfach. Und ich bin in den letzten Monaten ja auch nicht einfacher geworden, als ich nur auf uns 3 Rücksicht nehmen musste. Aber wir haben es gepackt und es war eine sehr schöne Zeit mit sehr gemütlichen Unterkünften!

Nach Bordeaux habe ich mich dann fast ausschliesslich ans Küstengebiet gehalten und geniesse seither fast jeden Tag Dünen, Strände, auch ab und an ein Bad im Atlantik. Vorallem die Bretagne hat mich in ihren Bann gezogen. Zum Glück ist nachwievor Vorsaison, so dass die Hunde noch an die Strände mitdürfen. Der Menge der Touristen ist zwar inzwischen ganz anders, wie noch auf Korsika, Sardinien oder gar vorher. Aber ich will mir gar nicht vorstellen, wie voll es hier dann in der Hauptsaison ist. Die Strassen sind z.T. so eng, dass mein Bus und ein Mini-Auto grad knapp aneinander vorbeikommen, ohne dass einer rückwärts fahren muss. Das wird im Sommer mit vielen Campern und Wohnwagen bestimmt anders sein… Auch sind die Tages-Parkplätze aktuell nicht voll, und auf den wenigen, legalen Stellplätzen ist auch nachts viel Platz. Oft habe ich nur 1 Nachbarn nachts, der aber 100 oder mehr Meter weit weg steht. Da Inua nachwievor am liebsten draussen schläft, ist mir das ganz recht. Und Luna findet ohnehin, dass neben uns parkierende Autos sehr gruselig sind… Viele Gebiete hier in der Bretagne erinnern mich stark an Irland, auch wenn es 35 Jahre her ist, dass ich mal dort war. Wilde Küstenabschnitte, viel Grün, kleine oder auch riesige Strände, schief im Wind stehende Bäume, Dörfer, die sich ebenfalls im Wind ducken und sich oft hinter dem Dünenwall verstecken. Dazu die wahnsinnig schöne Architektur der kleinen, traditionellen Steinhäuser, wunderschön gepflegt und immer für Farbtupfer gut! Das Bretagne-Blau muss ich wohl noch irgendwie im Red House einbringen. Irgendwo werde ich noch etwas zum Streichen finden… und die Sprache… beim Hören oder Lesen von Bretonisch denkt man eher an Irland/Wales/Cornwall, als an Frankreich!

Bria und Speja geht es bestens. Bria ist meist frei und geniesst ihr neues Leben. Speja muss ihren jugendlichen Übermut noch etwas besser in den Griff bekommen, um ebenso oft ohne Leinse sein zu können. Anne und Julian geht es auch bestens. Ihre Projekte der letzten Wochen waren:

- Die Schneise durch den Wald runter zum Wasser anlegen und ausebnen. Dabei erhielten sie auch Traktor-Hilfe von Nachbar Pekka. Die vielen Äste von der Baumfällerei werden nun gehäkselt und dann später beim Zwingerbau oder anderem verwendet. Durch die Schneise können wir dann im Sommer mit den Hunden risikolos runter zum Wasser rennen, Material runter zum Einwasserungs-Ort der Paddeltouren tragen und im Winter dient sie dann als Start-/Rückkehr-Schneise für die Hundetouren. 

- Den Giebel der Scheune haben sie mit Wellblech abgedichtet, die originlae Konstruktion wurde von Vögeln zu arg kaputt-gepickt. Nun ist die Scheune wind- und wetterdicht! Und strahlt in den Nord-Karelischen Flaggenfarben!

- ein Abteil in dieser Scheune soll isoliert sein, damit das drin lagernde Material besser geschützt ist vor Kälte und Feuchtigkeit. Auch steht der grosse Tiefkühler dort drin, welcher bei voller Sonne im Sommer unter dem Metalldach ganz schön zu kämpfen hätte. Um das Projekt fertig zu bringen, haben sie nun eine ebenfalls gedämmte Türe gebaut, welche zum nächsten Scheunen-Teil übergehend als Isolierung dient. 

- Kleinigkeiten und Erkundungs-Touren. Bei all ihren Spaziergängen finden sie schon schöne Trail-Möglichkeiten für unsere Schlitten- oder Schneeschuhtouren im kommenden Winter. Und die Ideen für Optimierungen gehen ihnen nie aus… Oft kommt eine kurze WhatsApp-Nachricht mit der Frage “was hältst Du davon?" oder “willst du dies oder das?”. Und kaum hab ich mich rückgemeldet, sind sie schon dran und kurz danach kommt der Foto-Beweis, wie eben ”dies oder das" nun aussieht.  An diese Energie muss ich mich ab Juni wohl erst wieder gewöhnen… :-)

Der Countdown läuft also für uns alle. Ich geniesse mit Luna und Inua noch die letzten 4 Wochen unbeschwertes Reisen und die absolute Freiheit im Camper. Anne und Julian geniessen mit Bria und Speja die letzten 4 Wochen ohne “Chefin” und haben bestimmt noch ganz viel vor in dieser Zeit! Damit ich dann bei Rückkehr auch ganz viele Wow-Momente hab, wollte Julian im ganzen Mai keine Bilder mehr senden. Bin gespannt, ob er das durchziehen kann… In den nächsten News kann ich dann berichten, wie das Heimkommen ins Red House war, das sich seit meiner Abreise Anfang Oktober so stark verändert hat!