Slowenien - Kroatien
Zuerst auch auf diesem Weg nochmals allen ein erfolgreiches, gesundes, erlebnisreiches 2026! Ich hoffe, Ihr seid gut gerutscht und habt die ersten 5 Tage des Jahres die guten Vorsätze umsetzen können :-) Wir sind inzwischen bei 3 Monate Reisezeit angekommen, haben knapp über 7500 km auf dem Tacho und 12 Flaggen gesammelt. 2026 hat absolut böllerfrei gestartet (die Hunde haben gedankt), wir standen mit Meersicht auf einer einsamen Klippe der Insel Cres. Aber der Reihe nach…
Das Gebiet Bled/Bohinj in Slowenien gefiel mir so gut, dass ich nach Abreise meiner Cousine und ihrem Mann noch ein paar Tage in der Region verbrachte. Wanderungen zu Wasserfällen, dem Seeufer entlang und durch Schluchten hoch füllten 2 Tage. Einen Tag gönnte ich mir und den Hunden einen letzten richtigen Schneetag. Mit der Gondel fuhren wir hoch ins Skigebiet Vogel, welches aber noch nicht eröffnet hatte. Bei herrlicher Sonne und grandiosem Panorama auf die Julischen Alpen genossen wir einen weissen Tag. Was hatten die Ladies Spass! Auch ohne Schneeschuhe liessen sich die Berghänge abseits der präparierten Pisten gut bewandern, denn so gross war die Schneemenge noch nicht.
Ein Erlebnis der anderen Art war dann die Fahrt nach Kranjska Gora zum Jasna-See. Diese unglaubliche Klarheit des Wassers und das ebenso klare Eis drauf waren schon sehr speziell. Über Pass-Strassen gelangten wir dann kurz nach Italien, wo ich eine Nacht am Lago Predil verbrachte und ein Wildschwein-Gulasch genoss. Über weitere Pass-Strassen wieder zurück nach Slowenien. Schon wieder ein Highlight: die Soca-Schluchten bei Bovec müssten für alle ein Ziel auf der Bucketliste sein! Diese türkisene Farbe des Wassers, das sich durch tiefe Schluchten mit fast senkrechten Felswänden windet > einfach unbeschreiblich! Schaut Euch das Reel auf Facebook und Instagram an und überzeugt Euch selbst. Selbst an einem Regentag, wie damals, ist das einfach so schön, dass mir die Worte dafür fehlen.
Dann kam doch langsam die Lust auf Süden und Meer. Aber immer gemütlich, ich hab ja Zeit! Auf dem Weg südwärts besuchte ich noch Kobarid und das dortige Kriegsmahnmal. Über 7000 Soldaten aus WW1 fanden dort ihre letzte Ruhe, die meisten Italiener. Irgendwie bedrückend, aber auch sehr eindrücklich und zum Nachdenken anregend. Aktuell stellt sich wieder die Frage, ob die Menschheit aus den 2 Weltkriegen wirklich nichts gelernt hat… Und als letztes am Weg liegende Wanderung besuchten wir dort noch den Wasserfall Kozjak, einer mehr in der Liste der Wasserfälle, aber bestimmt einer in den Top3. Wie aus dem Nichts kommend stürzt das Wasser senkrecht runter in ein Felsengewölbe mit einem kleinen See.
Danach ging es wirklich in Richtung Küste! Der erste Blick auf die Adria war kurz vor Kopper von einer Burg-Ruine aus. Und irgendwie läutete dieser Blick einen 2. Abschnitt meiner Reise ein. Meer, Sonne, mildere Temperaturen, Klippen, Wellen, Leuchttürme.
Weihnachten verbrachten wir in Korte, einem kleinen Bergdort nahe der Küste. Direkt in die Menschenmassen wollte ich wegen Luna nicht und ich befürchtete, dass alles an der Küste voll sei. Die Entscheidung war richtig, wir verbrachten 4 gechillte Tage in den Olivenhainen und Weinbergen. 2x kochte ich mir tatsächlich ein 5-Gang-Dinner “for one” und feierte so mein erstes Weihnachten ohne Schnee seit vielen Jahren!
Den Abschluss des wunderschönen Sloweniens (ich bin verliebt…) bildeten die Städte Kopper, Izola und Piran. Alle mit mediterranem Charme und recht angenehmen, warmen Temperaturen und schönen Spaziergängen/kleinen Wanderungen durch die kleinen Städte und entlang der Küste.
Kroatien - oder zumindest die südlichen Regionen davon - kenne ich bereits. So konzentrierte ich mich die vergangenen Tage erst mal auf den Norden und hier vorallem auf die Inseln und Küsten. Erst die Halbinsel Pula, die ich ausgiebig erkundete und das erste kroatische Highlight erlebte: Der Tag am Kap Kamenjak war einfach ein Wow-Tag der höchsten Kategorie. Perfektes Wetter, vormittags noch wenige Leute, keine Schafe, etwas Wind und Wellen, Küstenwanderung für mehrere Stunden. Und auch einfach mal sitzen und geniessen! per Fähre gings dann weiter auf die Insel Cres. Sehr karg, sehr felsig, sehr authentisch und fast gar keine Touristen. Genau wie ich es mag! Hier genossen wir - nach einigen Nächten in Appartments und auf einem Campingplatz - wieder mal das wilde Frei-Stehen. Einfach die schönste Art von Camping-Urlaub. Keine Menschenseele hat sich für uns interessiert und die beste Nacht war tatsächlich die auf den Klippen bei Mali Bok mit herrlicher Sicht aufs Meer, die Festland-Küste und die umliegenden Inseln, wunderschönem Sonnenunter- und aufgang und nur wenigen Schafen, die hier ebenfalls eine ruhige Silvester-Nacht verbrachten.
Weiter dann per Fähre nach Krk, wo ich 3 Nächte verbrachte. Auch Krk hat schöne Seiten, ist aber doch im Vergleich zu Cres sehr viel touristischer, ausgebauter, voller (auch zu dieser Jahreszeit) und um die alten Stadtkerne haben sich inzwischen überall Industrie-Zentren, riesige Camping-Anlagen und Appartment-Viertel gebildet. Aber es lag eben am Weg und vergleichen kann man ja nur, wenn man beides besucht. Seit gestern bin ich nun auf der Insel Rab. Das Wetter spielt aktuell grad nicht so toll mit: Regen, viel Grau und wieder recht frische Temperaturen. Am Mittwoch soll es sogar schneien… ich bin mal gespannt… Aber trotz dem nassen Wetter haben wir heute eine erste Küstenwanderung unternommen und 3 Buchten an der Nordost-Seite der Insel besucht. Und auch trotz Regen gefällt mir Rab bisher gut!
Zuhause in Kainuu zieht grad eine arge Kältewelle mit bis unter -30 Grad C durch. Aber das Red House wird durch meine Nachbarn bestens versorgt, sie machen Feuer bei Bedarf, regulieren die Heizung und schieben Schnee. Und ab Mitte Januar ist das Red Housee ja dann bereits bewohnt durch Anne & Julian, meine ersten 2 Mitarbeiter. Die 2 werden sich um erste Ausbauten, Renovierungen und Auffrischungen kümmern, bisschen Holz schlagen, vorbereiten für die neue Zwingeranlage, was im Winter machbar ist. Und hoffentlich auch einfach eine gute Zeit haben und die Gegend erkunden. Eine ToDoListe muss ich für die 2 zum Glück nicht erstellen :-). Wir haben einfach besprochen, was Sinn macht und was angegangen werden kann und somit haben sie einfach freie Hand und können im eigenen Rythmus und den Temperaturen entsprechend anpacken, was ansteht. Vielen Dank schon im Voraus an Euch 2 - ich freue mich auf Bilder und das eigene Heimkommen dann ca. Anfang Juni. Gute Fahrt und gutes Einleben!
